Zurück zum Blog

Netzneutralität und ihre Auswirkungen

Wir haben wieder eine sehr produktive Woche hinter uns:

Ein spannender Aspekt, von dem wir nie erwartet hätten, dass er uns trifft, ist das Thema Netzneutralität.

Bei einer Demonstration der automatischen Aktualisierung bei einem Referenzkunden gab es plötzlich Probleme mit der automatischen Aktualisierung. Ein kurzes Debugging ergab, dass die Internetverbindung zunächst per W-LAN zu einem W-LAN-Router hergestellt wurde und dann weiter per UMTS-Verbindung zum Provider. Diese UMTS-Verbindung hat unser Lauschen auf den Kanälen des Messaging-Servers nicht zugelassen: technisch sind das HTTP-Requests auf Port 9200. Wir müssen hier nun unsere Infrastruktur umstellen und den Messaging Server auf einer getrennten virtuellen Maschine mit dedizierter IP-Adresse auf Port 80 laufen lassen, um auch im Fall beschnittener Netzneutralität alle Funktionen von Mercator anbieten zu können.

Diesmal war die Teambesprechung besonders ausführlich, da wir alle Prozesse in einer Demo durchgegangen sind.

Wir haben auch den Designer eingebunden und sind erfreut, dass die Kommunikation zu ihm reibungslos erfolgt und die vorgeschlagenen Änderungen im Design kompatibel zu den von uns verwendeten Frameworks - insbesondere Twitter Bootstrap - sind.

Wir haben auch ein Review durchgeführt, und dokumentiert, wie viele Komponenten und Technologien wir nun im Zuge von Mercator verwenden. Es handelt sich derzeit um die erschreckende Zahl von 66.

Wie bereits im letzten Protokoll angekündigt, werden wir die Suche noch ändern. Statt einer Volltektsuche auf der Datenbank werden wir eine Suchmaschine (Apache Lucene) mit entsprechender Analyse Plattform darauf (Elasticsearch) verwenden, die sich ausgezeichnet in die Ruby On Rails-Applikation integriert.

Kurz zur Funktionsweise: Die Suchmaschine ermittelt die zum Abfragestring am besten passenden Datensätze. Diese werden dann wie gewohnt von der Datenbank geholt. Damit gewinnen wir Features wie Facettet Search (z.B. Laptops mit mind. 4 GB RAM), “Meinten Sie …”, und können auch Suchergebnisse bei Tippfehlern (z.B. Suche nach Labtop) oder nach Synonymen (z.B. Suche nach Notebook) liefern.

Wir können nun beliebige Views als PDFs exportierten, den Anfang macht das PDF-Angebot.

Der Warenkorb aktualisiert sich nun automatisch, z.B. auch, wenn er sich auf einem weiteren Browsertab oder -fenster befindet.

Angebote können als Komplettangebot gelegt werden, das bedeutet der Kunde kann sie nur komplett in den Warenkorb übernehmen.

Im Fall normaler Angebote kann der Kunde einzelne Angebotspositionen beliebig oft in den Warenkorb übernehmen.

Ein Angebot aus Vertriebsmitarbeitersicht


Angebot


Kunden haben nun eine übersichtlichere Darstellung aller ihrer Daten, Angebote und Bestellungen, quasi ein kleines Dashboard.

Das Dashboard


Dashboard


Wir haben die Rolle des Verkaufsleiters eingeführt, der Angebote freigeben kann, für die vom Vertriebsmitarbeiter eine Freigabe angefordert worden ist. Der Kunde kann Angebote in diesem Zustand zwar sehen (der Vertriebsmitarbeiter hat sie gemeinsam mit ihm im Cobrowsing erarbeitet), aber noch nicht annehmen. Angebote haben ein Gültigkeitsdatum, sie können bei Überschreitung nicht angenommen werden. Angebote können für ungültig erklärt werden.

Am Vertriebsdashboard gibt es eine Audiobenachrichtigung, wenn ein Kunde eine neue Beratungssession startet.

Die Erstellung von Angebotspositionen ist jetzt flexibel, sie kann manuell oder per Produktkatalog erfolgen. Die Suchhilfe nach der Artikelnummer ermöglich rasches Einfügen von Listenpreis, Beschreibungtext, Steuersatz und Produktbild.

Die Angebotszusammenfassung gibt die Mehrwertsteuer nach Steuersätzen gruppiert aus.

Positionsmenge, Artikel, Preis, Beschreibung, Steuersatz und Artikelnummer sind durch den Vertriebsmitarbeiter überschreibbar.

Der Angebotskopf kann bequem inline (durch Anklicken, ohne Seitenwechsel) editiert werden.

Der Angebotskopf inline editierbar


inline Kopf


Besonders das Problem mit der Netzneutralität hat uns überrascht. Eine kurze Analyse hat ergeben, dass dies die einzige Stelle ist, bei der wir eine http-Kommunikation initiieren, die nicht auf Port 80 stattfindet. Weitere Überraschungen dieser Art sollten uns also erspart bleiben. Zumindest in diesem Bereich…

Zurück zum Blog