Zurück zum Blog

Großes Palava

WEBRTC

Wie in einem Artikel vor einigen Wochen beschrieben, funktioniert unser WEBRTC Client in der letzten Version von Firefox nicht mehr.

Wir haben diese Woche einen Ersatz implementiert: Wir ersetzen die Bibliothek Webrtc Jquery Plugin durch den Palava Client. Damit ist auch die Verwendung des STUN-TURN Servers von Freshtilledsoil obsolet. Wir haben unseren eigenen installiert, genannt Palava Machine. Wie bereits im Artikel Kein Anschluss unter dieser Nummer angekündigt, haben wir uns im Bereich Websockets schlau machen müssen. Zur Erklärung:

Klassischen Webrequests (das, was ein Browser ausführt, wenn ein Link oder ein Button angeklickt werden) werden vom Client (das heißt dem Browser) initiiert. Der Server erhält den Request, bearbeitet ihn und erstellt einen Response, den er zum Client sendet. Ist das erledigt, hat der Server keine Möglichkeit mehr, Daten zum Client zu senden. Er kann auch von sich aus keine Verbindung aufbauen.

Das wäre für unseren Videochat und WEBRTC zu wenig. Klinkt sich ein weiterer Supportmitarbeiter in das Gespräch ein, müssen die Webbrowser von Kunde und erstem Vertriebsmitarbeiter benachrichtigt werden und zum Beispiel ein neues Videofenster darstellen. Diese Möglichkeit bieten Websockets, eine Verbindung zwischen Browser und Webserver, bei der beide Partner auch in späterer Folge Daten senden können.

Moderne Browser beherrschen dies out of the Box, nicht aber unser Proxyserver Apache. Wir verwenden Apache, um nicht für jede Applikation eine eigene IP-Adresse zu vergeuden oder gar eine eigene virtuelle Maschine installieren zu müssen. Es gibt zwar ein Add-On Modul für Apache, das wird aber nicht mit Ubuntu ausgeliefert. So müssten wir bei jedem Apache Update Apache neu kompilieren und das Modul dabei einbinden. Das ist zu mühsam und langwierig.

Wir verwenden daher zum ersten mal auf einem Server anstelle von Apache den Webserver Nginx, eine Software aus ursprünglich russischer Entwicklung, der für Websockets als Proxy fungieren kann. Wir können damit auch den Faye Messagingserver, den wir für die Textnachrichten, das Co-Browsing, u.a. verwenden, auf die gleiche virtuelle Maschine legen und hinter Nginx betreiben. Die Kommunikation der Browser über Faye basiert ebenso auf Websockets wie die von Palava.

Palava Video


Palava Video


Das erste Referenzsystem ist nun auf Palava umgestellt.

Bug in Zip::ZipFile

Bei einer Routinekontrolle haben wir festgestellt, dass der Bechlem Produktkatalog nicht mehr korrekt implementiert wurde. Wir haben einen Blick in das entpackte Zip-File geworfen und unmittelbar festgestellt, dass ein Hersteller in der Hersteller - Datei nicht mehr aufgeführt ist. Also Support-Ticket aufgemacht und eine zunächst seltsame Diskussion mit dem Dienstleister geführt, der zwar nie behauptete, dass sich seine Datenstruktur geändert hätte, diese Änderung aber auch nicht erklären wollte. In eine Nebensatz kam im dritten Anlauf die Bemerkung, dass der Hersteller doch aufgeführt sei, was uns dann wirklich stutzig gemacht hat.

Nun ging es ans Eingemachte. Tatsächlich wurde des Zipfile von der in Ruby mitgelieferten Klasse Zip::ZipFile nicht mehr richtig entpackt, allerdings auch ohne eine Fehlermeldung oder Warnung auszugeben. Erst die Umstellung auf das Gem Rubyzip konnte die Datei korrekt entpacken, womit auch die Importschnittstelle wieder korrekt funktionierte.

Logging

Ruby on Rails loggt standardmäßig in eine Textdatei. Zwar wird in einer Produktivumgebung wesentlich weniger protokolliert, als in einem Entwicklungssystem. Dennoch hatten wir uns von Anfang an entschlossen, Jobs nicht in diese Datei loggen zu lassen, sondern in eine davon getrennte Datei. Wir haben diese Woche begonnen, erste Jobs von Mercator Administratoren aus dem Webinterface steuern zu lassen. Dabei will der Administrator dann üblicherweise den Loginhalt lesen. Mit der Überlegung, wie wir die Logdatei der Jobs nun am Günstigsten darstellen, kam der Entschluss Jobs nicht mehr in eine getrennte Logdatei, sondern in eine Tabelle in der Datenbank schreiben zu lassen. Diese Tabelle kann dann im Administrationsinterface bequem analysiert werden.

Logviewer


Logadmin


Wir haben dabei die Menge des Loggings auf das Wesentliche reduziert.

Jobs die aus dem Admininterface gestartet werden, werden sofort in einen Hintergrundprozess geschoben, der als Delayed-Job ausgeführt ist.

Diverses

Zurück zum Blog